Chronisches Fatigue Syndrom: Wenn Erschöpfung zum Alltag wird

Veröffentlicht am 11. Juli 2024 von Dipl.-Ing. (FH), MBA Marco Winter

Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2024, Lesezeit: 9 Min.

Nach einem langen Arbeitstag freust du dich darauf, endlich ins Bett zu fallen und dich auszuruhen. Doch trotz ausreichend Schlaf wachst du am nächsten Morgen nicht erfrischt auf. Die Erschöpfung begleitet dich durch den Tag, und du zählst die Stunden bis zum Wochenende, um endlich auszuschlafen und wieder Energie zu tanken. Doch was, wenn du auch nach einem Wochenende mit viel Schlaf nicht erholt bist? Wenn diese andauernde Erschöpfung nicht verschwindet, könnte dies ein Zeichen für das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) oder Myalgische Enzephalomyelitis (ME) sein. In diesem Artikel erfährst du mehr über diese oft missverstandene Erkrankung, ihre Symptome, Ursachen und wie du trotz dieser Herausforderung ein erfülltes Leben führen kannst.

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Gliederung

  1. Was ist Chronic Fatigue Syndrome? CFS einfach erklärt

  2. Symptome des Chronischen Fatigue Syndroms

  3. Weitere Erschöpfungssyndrome, die nicht zu unterschätzen sind

  4. Ursachen und Risikofaktoren

  5. Zusammenhang zwischen Long Covid und CFS

  6. Diagnose von CFS

  7. Behandlungsmöglichkeiten und Leben mit CFS

  8. Forschung und Zukunftsperspektiven

Was ist Chronic Fatigue Syndrome? CFS einfach erklärt

Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) ist eine komplexe und schwerwiegende Erkrankung, die durch anhaltende und lähmende Erschöpfung gekennzeichnet ist, welche auch durch Ruhe nicht gelindert wird. Betroffene kämpfen oft mit einer tiefen Müdigkeit, die so intensiv ist, dass sie alltägliche Aktivitäten stark einschränkt. Anders als die normale Müdigkeit, die nach einer erholsamen Nacht oder einer Pause verschwindet, bleibt die Erschöpfung bei CFS-Patienten bestehen und kann sich durch körperliche oder geistige Anstrengung sogar verschlimmern.

Die genaue Ursache von CFS ist bisher unbekannt. Forscher vermuten die Kombination aus diversen Faktoren, welche zu dem Krankheitsbild CFS führen. Es wird angenommen, dass Infektionen, das Immunsystem, Hormonstörungen und psychische Belastungen potenziell zur Entstehung der Krankheit beitragen könnten [1][2][3]. Dies macht CFS zu einer sehr vielschichtigen und schwer zu diagnostizierenden Erkrankung.

CFS betrifft Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und ethnischen Hintergründe. Aufgrund der variierenden Symptome und der Unsicherheit über die genaue Ursache wird CFS oft missverstanden und fehldiagnostiziert. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass es sich um eine ernsthafte Erkrankung handelt, die eine umfassende medizinische Betreuung erfordert.

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CFS oder Myalgische Enzephalomyelitis (ME)?

Im Zusammenhang mit dem Erschöpfungssyndrom CFS wird oft auch die „Myalgische Enzephalomyelitis“ (ME) erwähnt. Diese Bezeichnung wird teilweise synonym mit CFS gebraucht, obwohl es Unterschiede in der Diagnose und dem Verständnis der Erkrankung gibt. Die Myalgische Enzephalomyelitis betont besonders die neurologischen Aspekte der Krankheit, wie Entzündungen im Gehirn und Rückenmark sowie Muskelschmerzen. Einige Experten argumentieren, dass ME eine spezifischere Unterkategorie von CFS darstellt, die auf diese neurologischen und entzündlichen Prozesse hinweist [1][2].

Im klinischen Alltag werden die Begriffe CFS und ME häufig zusammen als ME/CFS verwendet, um die Überlappung der Symptome und die Unsicherheiten in der Diagnose zu reflektieren. Die Hauptsymptome überschneiden sich stark, und die Behandlungsmöglichkeiten sind weitgehend ähnlich, was die gleichzeitige Nutzung beider Begriffe rechtfertigt.

Symptome des Chronischen Fatigue Syndroms

Jeder kennt das Gefühl der Erschöpfung – nach einem langen Arbeitstag, einer anstrengenden Sporteinheit oder einer durchwachten Nacht. Diese Art von Müdigkeit ist normal und verschwindet in der Regel nach ausreichend Ruhe und Erholung.

Das CFS hingegen ist eine langanhaltende und schwerwiegende Erkrankung. Menschen mit CFS fühlen sich ständig müde, unabhängig davon, wie viel sie schlafen oder sich ausruhen. Diese Erschöpfung ist so intensiv, dass sie alltägliche Aktivitäten erheblich einschränkt und sich durch körperliche oder geistige Anstrengung verschlimmern kann [1][2].

Zu den typischen Symptomen des ME/CFS gehören:

  • Anhaltende Erschöpfung: Eine überwältigende Müdigkeit, die durch Ruhe nicht verschwindet und mindestens sechs Monate anhält.
  • Schlafstörungen: Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges Aufwachen oder das Gefühl, trotz ausreichendem Schlaf nicht erfrischt zu sein [4][5].
  • Kognitive Beeinträchtigungen: Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, oft als "Brain Fog" bezeichnet.
  • Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen: Weit verbreitete Schmerzen ohne Schwellungen oder Rötungen [6].
  • Kopfschmerzen: Neue oder veränderte Kopfschmerzen, die in ihrer Art und Intensität variieren können.
  • Halsschmerzen und empfindliche Lymphknoten: Besonders am Hals und in den Achselhöhlen.
  • Post-Exertional Malaise (PEM): Verschlimmerung der Symptome nach körperlicher oder geistiger Anstrengung.

Weitere Symptome können Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und Gerüchen, Schwindel, Verdauungsprobleme und Temperaturempfindlichkeit sein.

Weitere Erschöpfungssyndrome, die nicht zu unterschätzen sind

Auβer dem Chronic Fatique Syndrome gibt es noch weitere Formen von Erschöpfung, die weit über die alltägliche Müdigkeit hinausgehen und schwerwiegendere gesundheitliche Probleme darstellen. Worauf du achten solltest:

Burnout

Burnout ist ein weiteres Erschöpfungssyndrom, das häufig mit beruflichem Stress in Verbindung gebracht wird. Es entsteht durch chronische Überlastung und anhaltenden Stress am Arbeitsplatz. Menschen mit Burnout fühlen sich emotional ausgelaugt, sind weniger leistungsfähig und können eine zynische Haltung gegenüber ihrer Arbeit entwickeln. Obwohl Burnout eine tiefe Erschöpfung verursacht, unterscheidet es sich von CFS durch seine primäre Verbindung zum beruflichen Umfeld und die emotionale Komponente [7].

Depression

Auch Depressionen können zu schwerer Erschöpfung führen. Menschen, die an Depressionen leiden, fühlen sich oft kraftlos und haben Schwierigkeiten, sich zu motivieren. Im Gegensatz zu CFS geht die Erschöpfung bei Depressionen jedoch oft mit tiefer Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und anderen emotionalen Symptomen einher. Während Depressionen behandelt werden können, bleibt die Erschöpfung bei CFS trotz verschiedener Therapieansätze bestehen [10].

Fibromyalgie

Eine weitere Erkrankung, die sich neben Muskelschmerzen auch durch Erschöpfbarkeit kennzeichnet, ist die Fibromyalgie. Ähnlich wie bei CFS leiden Menschen mit Fibromyalgie unter anhaltender Müdigkeit und Schlafstörungen. Allerdings stehen bei Fibromyalgie die Schmerzen im Vordergrund, während bei CFS die Erschöpfung das Hauptsymptom darstellt. Die beiden Erkrankungen können jedoch gemeinsam auftreten, was die Diagnose und Behandlung erschwert [9].

Alle alle diese Zustände können ernsthafte Auswirkungen haben, wenn sie unbehandelt bleiben. Wenn du ständig müde bist und sich deine Erschöpfung nicht bessert, ist es wichtig, dass du dir Hilfe suchst. Schließlich willst du doch das Leben genießen und nichts verpassen, nur weil du ständig erschöpft bist, oder?

Ursachen und Risikofaktoren

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Die genauen Ursachen des Fatigue Syndrom sind leider noch nicht vollständig verstanden. Aktuell wurden verschiedene Faktoren identifiziert, die zur Entwicklung der Erkrankung beitragen könnten. Hier sind einige der wichtigsten Theorien und Risikofaktoren, die im Zusammenhang mit CFS stehen.

  • Infektionen: Viele Menschen entwickeln CFS nach einer Virusinfektion. Viren wie das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Herpesvirus und Enteroviren werden mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Diese Viren belasten das Immunsystem erheblich und hinterlassen langfristige Folgen. Als eine dieser Folgen wird CFS genannt [12][13].
  • Immunsystemstörungen: Es gibt Hinweise darauf, dass das Immunsystem von Menschen mit CFS anders funktioniert. Einige Studien haben eine chronische Aktivierung des Immunsystems gezeigt, was darauf hindeutet, dass der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist, was zu anhaltender Erschöpfung führen kann. Diese Überaktivierung kann auch Entzündungen verursachen und die normale Funktion des Körpers stören [14].
  • Hormonelle Ungleichgewichte: Menschen mit CFS haben oft abnormale Hormonspiegel, die ihre Fähigkeit beeinträchtigen, mit Stress umzugehen und sich von Belastungen zu erholen. Daher werden auch hormonelle Ungleichgewichte, insbesondere bei den Stresshormonen Cortisol und Adrenalin, mit CFS in Verbindung gebracht [15].
  • Genetische Prädisposition: Studien haben gezeigt, dass CFS in einigen Familien häufiger vorkommt, was darauf hindeutet, dass genetische Variationen das Risiko erhöhen könnten, die Krankheit zu entwickeln [16].
  • Umweltfaktoren: Bestimmte Umweltfaktoren, wie beispielsweise Belastung durch Schadstoffe, toxische Substanzen oder Stress, können ebenfalls das Risiko erhöhen, am Fatigue Syndrom zu erkranken. Diese Faktoren können das Immunsystem und andere körperliche Prozesse beeinträchtigen und somit zur Entwicklung der Erkrankung beitragen [17].
  • Psychische Belastungen: Auch starker psychischer Stress, traumatische Erlebnisse oder chronische Belastungen können das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Infektionen und andere gesundheitliche Probleme erhöhen [18].

Obwohl einige mögliche Faktoren auf die Entstehung von CFS hinweisen, steckt die Forschung zu dieser Krankheit nach wie vor in den Kinderschuhen.

Zusammenhang zwischen Long Covid und CFS

Ein intensives Forschungsgebiet ist derzeit der Zusammenhang zwischen „Long Covid“ und CFS. Long Covid bezeichnet eine Reihe von Symptomen, die länger als vier Wochen nach einer Covid-19-Infektion anhalten. Viele dieser Symptome ähneln denen von CFS, was auf eine mögliche Verbindung zwischen den beiden Zuständen hinweist.

Menschen mit Long Covid berichten häufig über konstante Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Muskelschmerzen und Schlafstörungen – alles Symptome, die auch bei CFS auftreten. Diese Gemeinsamkeiten haben Forscher dazu veranlasst, die zugrunde liegenden Mechanismen beider Erkrankungen näher zu untersuchen [25][26].

Sowohl bei Long Covid als auch bei CFS gibt es Hinweise auf anhaltende Entzündungen und eine Überaktivierung des Immunsystems. Eine Studie hat gezeigt, dass Patienten mit Long Covid erhöhte Spiegel von entzündungsfördernden Zytokinen aufweisen, ähnlich wie bei CFS-Patienten [27].

Ein weiterer Zusammenhang ist der virale Auslöser. CFS wird oft mit Virusinfektionen in Verbindung gebracht, und Covid-19 ist eine Virusinfektion, die bei einigen Menschen zu lang anhaltenden Symptomen führt. Forscher untersuchen, ob die Mechanismen, die bei der Entstehung von CFS nach Virusinfektionen eine Rolle spielen, auch bei Long Covid relevant sind [28]. Da beide Erkrankungen ähnliche Symptome und mögliche gemeinsame Mechanismen haben, könnten Fortschritte in der einen Erkrankung auch die Behandlung der anderen verbessern [29].

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Diagnose von CFS

Die Diagnose von Chronischem Fatigue Syndrom (CFS) ist eine Herausforderung, da es keinen spezifischen Test gibt, der die Krankheit eindeutig nachweisen kann. Stattdessen basiert die Diagnose auf einer gründlichen Untersuchung und dem Ausschluss anderer Erkrankungen. Hier sind die wichtigsten Schritte, die ein Arzt bei der Diagnose von CFS durchführt:

Anamnese und Symptome

Der erste Schritt ist eine detaillierte Anamnese. Der Arzt fragt nach den Symptomen, wie lange sie bestehen und wie sie den Alltag beeinflussen. Dabei ist es wichtig, dass die Erschöpfung seit mindestens sechs Monaten besteht und nicht durch Ruhe gelindert wird. Zusätzlich müssen mindestens vier der folgenden Symptome vorliegen:

  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
  • Halsschmerzen
  • Empfindliche Lymphknoten
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen ohne Schwellung oder Rötung
  • Kopfschmerzen
  • Unfrischer Schlaf
  • Post-Exertional Malaise (PEM)
  • Ausschluss anderer Erkrankungen

Da viele Krankheiten ähnliche Symptome wie CFS verursachen können, ist es wichtig, andere mögliche Ursachen auszuschließen. Dazu gehören unter anderem Schilddrüsenerkrankungen, Schlafstörungen, Depressionen und Autoimmunerkrankungen. Fachärzte führen in der Regel verschiedene Tests durch, um diese Bedingungen auszuschließen, darunter Bluttests, Urinproben und manchmal auch bildgebende Verfahren wie MRT oder CT-Scans.

Diagnostische Kriterien

Die am häufigsten verwendeten diagnostischen Kriterien stammen aus der Fukuda-Definition von 1994 und den Kanadischen Konsenskriterien von 2003. Diese Kriterien helfen Ärzten, eine klare Diagnose zu stellen, indem sie spezifische Symptome und deren Dauer berücksichtigen [1][2]. Eine neuere und umfassendere Definition wurde 2015 vom Institute of Medicine (IOM) veröffentlicht, die die Schwere der Symptome und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben stärker betont [1].

Multidisziplinärer Ansatz

Aufgrund der Komplexität der Erkrankung kann es hilfreich sein, einen multidisziplinären Ansatz zu verfolgen. Dies bedeutet, dass neben dem Hausarzt auch Spezialisten wie Neurologen, Rheumatologen und Psychologen in den Diagnoseprozess einbezogen werden. Diese Zusammenarbeit kann dazu beitragen, eine genauere Diagnose zu stellen und individuelle Behandlungspläne zu entwickeln [11].

Selbstbeobachtung und Dokumentation

Und natürlich können die Patienten selbst zur Diagnose beitragen, indem sie ihre Symptome genau dokumentieren. Ein Symptomtagebuch, in dem tägliche Beschwerden, Aktivitäten und Ruhezeiten festgehalten werden, kann dem Arzt wertvolle Informationen liefern und dabei helfen, Muster zu erkennen und den Schweregrad der Erkrankung zu beurteilen.

Behandlungsmöglichkeiten und Leben mit CFS

Da die genaue Ursache von CFS noch unbekannt ist, gibt es keine spezifische Heilung. Die Behandlung zielt daher darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Ein multidisziplinärer Ansatz ist oft am effektivsten.

  • Medikamentöse Therapie: Medikamente können helfen, bestimmte Symptome zu kontrollieren. Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können bei Muskel- und Gelenkschmerzen helfen. Schlafmittel können bei Schlafstörungen eingesetzt werden, und Antidepressiva können bei der Bewältigung von emotionalen Symptomen unterstützen [19].
  • Kognitive Verhaltenstherapie (CBT): Diese Therapieform kann dabei helfen, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern, die die Symptome verschlimmern können. Studien haben gezeigt, dass CBT die Lebensqualität und das Aktivitätsniveau bei einigen Betroffenen verbessern kann [20].
  • Pacing und Graded Exercise Therapy (GET): Pacing bedeutet, die eigenen Aktivitäten sorgfältig zu planen und sich nicht zu überanstrengen. GET beinhaltet ein schrittweises und kontrolliertes Ansteigen der körperlichen Aktivität. Beide Ansätze sollen helfen, die Erschöpfung zu managen und Rückfälle zu vermeiden [21].

Leben mit CFS

Das Leben mit CFS kann herausfordernd sein, aber es gibt Strategien, die helfen können, den Alltag zu bewältigen und die Lebensqualität zu verbessern.

  • Symptomtagebuch führen: Das Aufzeichnen der täglichen Symptome, Aktivitäten und Ruhephasen kann helfen, Muster zu erkennen und besser zu verstehen, was die Symptome verschlimmert oder lindert.
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann das allgemeine Wohlbefinden verbessern. Hinweise wie unsere Nahrungsmittel das Energielevel beeinflussen, findest du auch in unserem Bloq-Artikel zum Thema „Mittagstief“.
  • Unterstützung suchen: Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann emotionalen Rückhalt bieten und praktische Tipps zur Bewältigung des Alltags geben.

Tipps zur Verbesserung der Lebensqualität

Hier sind einige praktische Tipps, die helfen können, die Lebensqualität mit CFS zu verbessern:

  • Regelmäßige Ruhepausen: Plane regelmäßige Pausen in deinen Tagesablauf ein, um Überanstrengung zu vermeiden.
  • Stabile Routine: Ein geregelter Tagesablauf kann helfen, den Körper zu stabilisieren und Energie besser zu managen.
  • Stressmanagement: Techniken wie Meditation, Atemübungen und sanfte Yoga-Übungen können helfen, Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
  • Flexibilität im Alltag: Sei bereit, Pläne anzupassen und Aufgaben zu verschieben, wenn sich die Symptome verschlechtern.

Das Leben mit CFS erfordert Anpassungen und Geduld, aber mit den richtigen Strategien und Unterstützung kann man Wege finden, um die Herausforderungen zu meistern und ein erfülltes Leben zu führen.

Forschung und Zukunftsperspektiven

Die Forschung im Bereich der Erschöpfungs-Erkrankungen, zu denen auch das Chronische Fatigue Syndrom und die Myalgische Enzephalomyelitis gehören, macht kontinuierlich Fortschritte und bringt neue Erkenntnisse hervor, die Hoffnung für Betroffene wecken.

In den letzten Jahren haben verschiedene Studien gezeigt, dass Menschen mit CFS spezifische Unterschiede in ihrem Immunsystem aufweisen und ungewöhnlich niedrige Spiegel bestimmter Mikro-RNAs im Blut haben, die für die Regulierung von Entzündungen und Energieproduktion verantwortlich sind. Diese Entdeckungen geben Hinweise auf die Entstehung dieser sogenannten Multisystemerkrankung und helfen dabei, neue diagnostische Tests zu entwickeln [22][23].

Auch in der Genomforschung gibt es zukunftsweisende Erkenntnisse. Dort wurden genetische Varianten identifiziert, die mit einem erhöhten Risiko für CFS verbunden sind [16]. Und Studien aus Norwegen zeigten, dass bestimmte Proteine im Blut von CFS-Patienten erhöht sind [23].

All diese Ergebnisse geben Hoffnung darauf, die Krankheit besser zu verstehen und individuelle Behandlungsansätze zu entwickeln.


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