Schmerzen im Steißbein

5 effektive Tipps gegen Steißbeinschmerzen – endlich beschwerdefrei!

Das Sitzen bereitet Dir große Schmerzen, weil es im Steißbeinbereich zieht und brennt? Nicht mal das ergonomische Sitzkissen schafft Abhilfe? Steißbeinschmerzen sind ein häufig unerkanntes Gesundheitsproblem, unter dem viele Menschen leiden. Für viele Betroffene ist es ein unangenehmes Thema, weshalb die Beschwerden lange verschwiegen und nicht behandelt werden. Doch welche Ursachen haben Steißbeinschmerzen und wie lassen sie sich effektiv lindern? In diesem Beitrag findest Du die Antworten!

Interessante Fakten zum Steißbein

  • Das Steißbein ist der unterste von fünf Wirbelsäulen-Abschnitten.
  • Es gilt als Überbleibsel der Schwanzwirbel von Wirbeltieren, die sich im Laufe der menschlichen Entwicklung zurückgebildet haben.
  • Frauen sind häufiger von Steißbeinschmerzen betroffen als Männer. Das liegt an der Schwangerschaft und Geburt, die eine große Belastung für das Steißbein darstellen.

Was ist eigentlich das Steißbein?

Orthopäde

Das Steißbein (lat. und medizinisch Coccyx bzw. Os coccygis) ist der letzte Abschnitt der Wirbelsäule und besteht aus vier bis fünf Wirbeln. Bei Erwachsenen sind diese Wirbel meist zu einem Knochen verwachsen, der etwas nach vorne gebogen ist. Im Grunde dient das Steißbein den verschiedenen Bändern und Muskeln als Halterung und unterstützt so den Beckenboden und die dazugehörigen Gelenke. Die einzelnen Steißbeinwirbel sind teilweise Überbleibsel der ursprünglichen Wirbelform von Wirbeltieren, die sich während der Evolution des Menschen zurückgebildet haben.

Steißbeinschmerzen: Symptome

Die wenigsten von uns beschäftigen sich mit dem Steißbein – bis es durch Schmerzen unangenehm auffällt. Denn Beschwerden am Steißbein sind nicht nur sehr schmerzhaft, sondern oftmals auch langwierig. Neben Schmerzen beim Sitzen kann eine Steißbeinverletzung bei den Betroffenen auch zu Problemen beim Stuhlgang, Schwellungen sowie Taubheitsgefühle im Gesäß führen. Dies beeinträchtigt sowohl das Wohlbefinden als auch die Lebensqualität enorm.

Du hast einen ziehenden, brennenden und stechenden Schmerz im Steißbeinbereich? Dann kennst Du bereits das typische und auffällige Symptom von Steißbeinbeschwerden. Dieser Schmerz kann sogar auf die umliegenden Körperregionen ausstrahlen, so beispielsweise auf die Hüfte, Lenden und den Analbereich. Während die Schmerzen bei einigen Betroffenen sofort beim Sitzen entstehen, machen sie sich bei anderen erst nach dem Aufstehen bemerkbar.

Ursachen von Steißbeinschmerzen

Für Steißbeinschmerzen kommen unterschiedliche Gründe in Betracht und können häufig nicht eindeutig geklärt werden. Am häufigsten sind aber folgende Ursachen:

  • Verletzung oder ein Bruch nach einem Sturz
    Ein Sportunfall, Sturz bei der Haushaltsarbeit oder das Ausrutschen auf vereister Straße – im Alltag passieren gelegentlich Unfälle. Wenn Du dabei auf Dein Gesäß landest, kann es zu Prellungen, Hämatome oder im schlimmsten Fall zu einem Steißbeinbruch führen. Deine Steißbeinschmerzen können nicht von einem Sturz kommen, weil er schon einige Monate zurückliegt? Schmerzen am Steißbein können auch erst viele Monate oder sogar Jahre nach einem Unfall auftreten, weshalb sich viele Betroffene die plötzlichen Schmerzen nicht erklären können.
  • Langes Sitzen
    Langes Sitzen
    Ob bei der Arbeit, auf der Couch oder auf dem Fahrrad: Wir alle sitzen die meiste Zeit des Tages. Das lange Sitzen kann jedoch auch ein Grund für Deine Steißbeinschmerzen sein – vor allem eine falsche Sitzposition wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. Das verursacht langfristig nicht nur Rückenschmerzen, sondern auch weitere Beschwerden wie Verletzungen im Steißbeinbereich. Hier knickt das Steißbein nämlich stärker ab als normal und das löst die Schmerzen aus.
  • Angeborene Fehlstellungen
    Eine angeborene Fehlstellung wie eine Krümmung oder eine stark abgeknickte Steißbeinspitze ist ebenfalls eine Ursache für Schmerzen.
  • Entzündungen oder Erkrankungen
    Du vermutest, dass eine Entzündung hinter Deinen Schmerzen steckt? Neben Entzündungen der Sehnen, Knochen oder Muskeln ist auch ein Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelsäulenbereich möglich.
  • Schwangerschaft oder Geburt
    Die Schwangerschaft und Geburt stellen eine große Belastung für den weiblichen Körper dar. So kann beispielsweise das ungeborene Kind unangenehm auf das Steißbein drücken oder eine Geburt innere Verletzung am Steißbein verursachen.

Bei lang anhaltenden Steißbeinschmerzen empfiehlt sich immer ein Arztbesuch, um die genaue Ursache und Behandlungsmöglichkeiten abzuklären.

So wirst Du Steißbeinschmerzen los: 5 effektive Tipps

Bei der Behandlung von Steißbeinschmerzen steht die Schmerzlinderung im Vordergrund, was mit verschiedenen Maßnahmen erreicht wird. Welche Behandlung für Dich die Richtige ist, hängt von der Ursache und Schmerzintensität ab. Um Steißbeinschmerzen vorzubeugen oder zu lindern, gibt es präventive sowie effektive Möglichkeiten – so erhältst Du wieder ein beschwerdefreies Leben!

  1. Sitzkissen
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    Was fällt Dir als Erstes ein, wenn Du Schmerzen beim Sitzen hast? Wahrscheinlich das Sitzkissen. Für viele Betroffene ist das die erste Wahl – denn es soll für ein entspanntes Sitzen und eine gesunde Haltung sorgen. Ergonomische Sitzkissen gibt es in verschiedenen Formen, um vorhandene Verspannungen sowie Rückenschmerzen zu reduzieren und vorzubeugen. Doch eines kann ein Sitzkissen nicht: Die Ursache Deiner Beschwerden beseitigen. Ein Sitzkissen dient nämlich nur der Linderung der Symptome und behandelt nicht die eigentliche Ursache von Steißbeinschmerzen.
  1. Wärme-Therapie & Entspannung
    Ob Sitzbäder, Fangopackungen oder Massagen: Eine weitere wirksame Alternative sind Wärme-Therapien. Diese Maßnahmen regen durch die Wärme den Stoffwechsel an und fördern die Durchblutung. Bei einer Prellung oder leichten Verletzung am Steißbein aufgrund eines Sturzes besteht die Behandlung aus Entspannung und Ruhe.
  1. Physiotherapie & Akupunktur
    Wenn Deine Steißbeinschmerzen durch die Schwangerschaft oder Geburt verursacht werden, dann kannst Du auch Krankengymnastik oder spezielle Kurse wie Yoga ausprobieren. Hierbei wird der Beckenboden oder die Beckenbodenmuskulatur gezielt trainiert, sodass das Steißbein weniger belastet wird.
  1. Medikamente
    Du leidest unter starken Steißbeinschmerzen, die einfach nicht besser werden? Dann kannst Du auf Schmerzmittel zurückgreifen. Der Allrounder bei der Schmerzbekämpfung gibt es in Form von Tabletten, Spritzen oder Betäubungsmittel. Lokalanästhetika (mit und ohne Kortikosteroiden) haben bei Entzündungen zwar eine gute Wirkung, sie sind jedoch nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet. Insbesondere bei Schmerzen aufgrund einer schlechten Sitzhaltung oder Fehlstellungen sind Schmerzmittel nicht zu empfehlen.
  1. Richtig sitzen und ausreichend Bewegung
    Am besten sollten Schmerzen gar nicht erst entstehen – und das erreichst Du durch Prävention. Mit einer gesunden Sitzhaltung und mit ergonomischen Sitzmöbeln reduzierst Du nicht nur Steißbeinschmerzen, sondern beugst sie auch effektiv vor. Beide Maßnahmen sorgen für eine gleichmäßige Belastung der Wirbelsäule. Achte zudem darauf, dass Du Dich im Alltag ausreichend bewegst – denn Bewegung ist die beste Medizin!

Wichtig: Wenn nichts mehr hilft und Deine Steißbeinschmerzen über Monate nicht besser werden, dann solltest Du unbedingt einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Denn ein zu stark beschädigtes oder erkranktes Steißbein erfordert eine fachmännische Behandlung.

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